BoBie und die Waschmaschine

Ich habe heute erstmalig BoBie, das motorisierte Riesendreirad ausgeliehen und damit eine Waschmaschine innerhalb der Altstadt transportiert. Die Handhabung von BoBie ist aufgrund seiner Bemaßung und der 3 Räder sehr speziell und man sollte sehr vorsichtig und vorausschauend fahren – vor allem in der Altstadt wegen dem Kopfsteinpflaster.
Resümee: Reibungslose Übergabe, fast emissionsfrei, verkehrsberuhigend, respekteinflößend!, Ladefläche/Nutzlast gross/hoch + Klasse Konzept = absolut empfehlenswert!

Bolle und BOBie retten unseren Umzug

Rein zufällig haben wir am Straßenrand Bolle stehen sehen, ein sehr glücklicher Zufall.
Wir haben uns zuerst Bolle und danach noch BOBie ausgeliehen, da wir kurzfristig umziehen und einen das zu Zeiten einer globalen Pandemie vor ziemliche Herausforderungen stellt.

Die Ausleihe war beide Male absolut unkompliziert, die Leute bei den Abholstationen sehr nett. Wir haben alles mit dazugekriegt, was wir hätten brauchen können – dicke Schlösser, Sachen zur Ladungssicherung, Planen und für BOBie natürlich auch den Akku samt Ladegerät.

Bolle zu fahren war von Anfang an sehr einfach, bloß an die Maße muss man sich gewöhnen. Wir sind schon froh, dass wir nicht auf vielbefahrenen Straßen fahren mussten.

BOBie war am Anfang extrem ungewohnt. Dadurch dass es ein großes Dreirad ist, kann man nicht wie sonst mit Gewichtsverlagerung lenken, sondern tatsächlich ausschließlich über die Lenkbewegung.
Sobald man sich daran jedoch gewöhnt hat, fährt sich BOBie erste Klasse. Hat tatsächlich unheimlich Spaß gemacht, sodass wir am Ende der Ausleihe etwas Trennungsschmerz hatten.

Ein Tipp von uns:
Wenn man BOBie ausleiht, erstmal in eine ruhige Straße schieben und auf gerader Strecke Schlangenlinien fahren. Wenn man das ein paar Minuten gemacht hat, hat man sich schon so ziemlich an den Fahrstil gewöhnt.

Wir würden jederzeit wieder ein Lastenrad ausleihen, bei kleinen Problemen wurde extrem schnell reagiert und alle waren rundum freundlich. Eine super Alternative zu Autos und eine tolle Aktion.

Vielen, vielen Dank!

Benedikt und Samuel

Bequemes HomeOffice dank Bolle XXL

Erst hatte ich ja etwas Bedenken, ob ich das Teil fahren und z.B. gut über die Viktoriabrücke kriegen kann – aber ich sag Euch: It’s a dream 🙂 Macht auch riesig Spaß, ist wie Kettcar für Erwachsene. Ok, die Viktoriabrücke ist derzeit für niemanden schön, aber Bolle XXL ist auch nicht breiter (oder sogar schmaler?) als ein Fahrrad mit Kinderanhänger, und wenn du langsam fährst (dank E-Antrieb auch bergauf sehr gut zu steuern), kein Problem.
Transportiert hab ich meinen Bürostuhl aus dem „richtigen“ Büro – jetzt ist mein Home Office auch rückenfreundlicher. Und der Transport war nicht nur umweltfreundlich, sondern wie gesagt auch sehr spaßig (hatte außerdem auch Sonnen-Glück!) und kommunikativ – viele haben geguckt und gelächelt und gewunken, mit einigen hab ich auch kurz gesprochen. Alle fanden es eine sagenhafte Idee und waren begeistert vom Bolle XXL Design. Eine größere Werbung für Bolle (z.B. als Fahne) wär sicher toll!
Auf bald mal wieder, ein herzliches Dankeschön an das gesamte Bolle-Team – ihr seid ganz wunderbar!
GLG, Eva

Bolle, der Umzugswagen

Nachdem ich letzten Sommer eine ganze Bachelorarbeit über Lastenräder in Bonn geschrieben habe, selbst aber nie den Bedarf hatte, eines zu nutzen, war ich letzte Woche besonders froh, nun eeendlich Bolle persönlich kennenzulernen. Und dann gleich bei zwei Dates hintereinander!
Im Rahmen eines Umzugs haben wir im traumhaften Wetter der vergangenen Tage zunächst gemeinsam einen Ausflug in die luftigen Höhen des Brüser Bergs gemacht- berghoch ging es zum Glück noch mit leerem Bauch, runter war der gute Bolle jedoch ganz schön vollgefüttert. Nachmittags wurde dann in mehreren Touren ein gesamtes WG-Zimmer in der Nordstadt leergeräumt. Ein paar Tage später schlossen wir drei (Bolle, mein Helfer und ich) uns den zahlreichen Sonntagsradlern entlang der Sieg an und holten einen ausgewachsenen Kleiderschrank aus Troisdorf ab. Besonders die Nordbrücke machte uns vorher ein wenig Bauchschmerzen und nicht wenige Eingeweihte hielten uns und unseren Plan für verrückt. Doch es kam, wie es kommen musste: alles hat hervorragend geklappt und wir haben der Welt wieder mal gezeigt, dass Lastenradanhänger so viel mehr können, als man ihnen gemeinhin zutraut. Es wird wohl auch keinen überraschen, dass uns oder eher Bolle auf den vollen Radwegen des Quarantäne-Bonns nicht wenige fröhliche Kommentare und wiedererkennende Ausrufe entgegenschallten.
Gerade in der aktuellen Ausnahmesituation waren diese kleinen Abenteuer mit Bolle eine willkommene Abwechslung und passten gleichzeitig hervorragend in unseren unfreiwillig entschleunigten Alltag.

Brief an Bolle

Lieber Bolle,
nachdem wir dich um Mitternacht an deinem Platz zurück gebracht haben, fühlte ich beim Zurückfahren noch immer dein Schieben von hinten und tatsächlich fehltest du mir da schon ein bisschen. Du hast meinen Umzug schließlich ermöglicht. Ich hätte nicht gedacht, dass es mit dir so viel Spaß machen würde. Den ganzen Tag warst du für uns da, ganze drei Ladungen Kisten, Koffer, Teppiche, Pflanzen haben wir in deinem Bauch sicher verstaut.
Und immer wieder haben dich Menschen wiedererkannt, du scheinst ja richtig berühmt zu sein.
Ich freue mich auf das nächste Projekt mit dir!
Bleib weiterhin wohlauf und so schön sonnengelb
Inga

Schefflera findet neues Zuhause 🌱

Wir haben uns an einem der sonnigsten Samstage im Februar das »Kleine Dreirad« augeliehen um eine große Zimmerpflanze (Schefflera ) aus Holzlar abzuholen.

Da wir in der Weststadt wohnen und die Pflanze wirklich nicht klein und leicht ist, haben wir lange überlegt, wie wir sie denn nun in ihr neues Zuhause bringen können. Zum Glück hat uns ein Freund auf das Bolle-Team hingewiesen. Der gesamte Ausleihprozess war mehr als entspannt und unkompliziert. Als wir dann das Rad jeweils zum ersten Mal ausprobiert hatten, kriegten wir das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht. Es macht einfach unglaublich viel Spaß mit dem Rad zu fahren. Neben dem fantastischen Aussehen, das egal wo man langfährt ein Hinguker ist, fährt sich das Kleine Dreirad auch sehr flott und ist wendiger als man es im ersten Moment erahnen würde.

Die Strecke nach Holzlar (ca. 8-9km, da wir einen kleinen Umweg gefahren sind, um die Hauptverkehrsstraßen zu meiden) ging ohne Ladung wirklich sehr flott und auch die kleine Steigung auf dem Hinweg ließ sich problemlos ohne den verbauten e-Motor bewerkstelligen. Ein wirklich großes Lob an das Bolle-Team müssen wir für die reichhaltig gepackte Tasche, voll mit Spanngurten, -netzen, Planen und Seilen, aussprechen. Sie hat sich wirklich bezahlt gemacht als wir die (etwas fragile) Planze am verladen waren. Gut gesichert ging es dann zurück in die Weststadt, wo die Schefflera nun ihr neues Zuhause gefunden hat. Auf dem Rückweg haben wir, aufgrund der Höhe der Pflanze, schließlich noch mehr erstaunte Blicke geerntet als zuvor und wurden auch so ziemlich an jeder Ampel auf das Rad angesprochen.
Alles in allem hatten wir einen wunderschönen Nachmittag und hätten nicht gedacht, dass man so viel Spaß dabei haben kann eine Zimmerpflaze abzuholen.

Vielen Dank an das Bolle-Team!💚

Ein Dreirad mit Stil

Gestern haben wir uns das kleine Dreirad bei Unterwegs abgeholt um damit unsere Katze zum Tierarzt zu fahren. Und ich kann sagen: Soviel Spaß hatte ich noch nie auf dem Weg zum Tierarzt. 😅 Das Rad lässt läuft mit Batterie. Man kann also auch einheizen. Man sitzt auf einer bequemen Öko Harley. Und die Leute schauen einem mit offenen Mund hinterher. Ein Träumchen. Für Großeinkäufe, Kleinumzüge oder Transportengpässe wie bei uns ein Held im Alltag! Macht was draus!

Young professionals from emerging economies test Velowerft bikes at Alte Vhs cultural space

23 young professionals from emerging economies such as Mexico, Brazil, South Africa, India, Indonesia, and China are currently participating the „Managing GLobal Governance“ Academy at DIE-GDI. On their „Sustainable Cities Day“, the left the lecture room behind to learn about local initiatives in Bonn, including urban gardening Stadtfruechtchen, the interim-use cultural space Alte VHS, Foodsharing, and also about free cargobike sharing and the community-built cargobikes of the „Bonn in transition“ Velowerft project. Some participants admittedthat they had never cycled before – but everybody tried! And yes, they definitely had some fun 🙂

Mit Bolle XXL auf dem Flohmarkt

Ich bin am Samstag mit Bolle XXL in die Rheinaue gefahren, um einiges an nicht mehr Benötigtem auf dem Flohmarkt los zu werden. Bolle war ein echter Hingucker für unseren Stand (wahrscheinlich habe ich mehr Gespräche über das Lastenrad und die Bolle Initiative geführt, als über meine angebotenen Waren)! Das fing schon mit meiner Stand-Nachbarin an, die meinen ungewöhnlichten „Tisch“ (aka Ladefläche von Bolle) kommentierte und setzte sich über den Tag in vielen schönen Gesprächen munter fort, bis hin zum Security-Mann am Gelände-Einlass, der mir bei der Abfahrt am Nachmittag ein „Das ist ja mal cool!“ hinterher rief. 😀
Extra Plus: Die Rheinaue ist Auto-frei, und so müssen die meisten Flohmarkt-Verkäufer recht weit weg parken und dann noch ein paar mal per Sackkarre los. Mit Bolle aber kann man ganz bequem direkt zu seinem Standplatz fahren – und am Nachmittag auch wieder zurück! 😉
Den Erlös runde ich übrigens auf und spende ihn euch – danke!

Greta bei der Klimawache Bonn

Immer am 3. Dienstag im Monat 18:30 Uhr ist Klimawache auf dem Münsterplatz Bonn, dieses Mal Fokus u.a. auf Fridays for Future. Deshalb war ich mit „Greta“ dabei, einem der neuen von nun fünf freien Lastenrädern in Bonn. Das eine Privatperson aus eigenen Ersparnissen ein Lastenrad gekauft hat und für alle zur Verfügung stellt, nach dem Motto „Irgendwer muss anfangen“ finde ich SUPER (Danke Manfred!). Auch, dass nach den ganzen „Kerlen“ bewusst mal ein Frauenname gewählt wurde.
Benutzt habe ich das Rad vor allem für Foodsharing, habe in 4 „Einsätzen“ mehrere hundert Brötchen und andere Backwaren gerettet und per Lastenrad in den Fairteiler an der alten VHS gebracht. Einen Teil hat ein Bekannter sogar per Anhänger zur Mahnwache am HambacherWald geradelt 🙂
Ich freue mich, dass neben den zwei Anhängern und den Dreirad-Modellen Bolle XXL und Bobie nun auch ein schnelles, wendiges Lasten-Zweirad am Start ist und werde es definitiv noch öfter leihen!

Cargobike enthusiasts from all over the world visit Alte VHS to learn about Bolle, Velowerft and Schokofahrt

On invitation of the ICLEI Ecomobility team, participants of the „Resilient Cities“ conference visited transition town initiative „Bonn im Wandel“ today, to learn about the free cargobike sharing „Bolle“, community-built wooden (!) cargobikes from the Velowerft project and the „Schokofahrt“ Amsterdam-Bonn cargobike tour.
At Velowerft, eight cargobikes were jointly built for local initiatives, by members of the initiatives themselves, strenghtening ownership and cooperation between the initiatives.
The all-volunteer Bolle initiatives has a fleet of 5 cargobikes – Bolle, Boll-E, Bolle XXL, Bobie and Greta – that anyone in Bonn can borrow for free. 100% donation-based, no fee. A range of companies and initiatives take over the role to handle and store the bikes, strenghtening local networks.
The Schokofahrt is a cargobike event where twice a year an evergrowing number of cyclists transport emission free chocolate , cocoa brought by sialing ship, from the manufacturer in Amsterdam to their hometown. Th last trip saw 200 participants from 40+ cites transpotring 2 tons (!) of chocolate.
The location, Alte VHS is a former adult education center handed over by the city of Bonn to local initiatives to give them space to work, meet, network and develop new ideas. It´s host to a wide range of activties from FridaysforFuture plenary to yoga classes.
Transition town initiative „Bonn im Wandel“ home, and facilitator, for a range of initiatives from Bolle and Velowerft to „Bonn blüht und summt“ – Bonn blooms and buzzes – inviting citizen to create more „bee meadow“ green spaces in the city. www.bonnimwandel.de

Bienen an Bord von Bolle-XXL

Um unsere Bienenvolk vom Drachenfelser Ländchen und vom Melbtal in die Bonner Altstadt zu transportieren, haben wir uns Bolle-XXL ausgeliehen. Die Höhenmeter auf der Fahrt waren dank des Boosters gut zu meistern. Oft wurden wir auf das „Gefährt“ angesprochen: „Holzfahrrad“ oder auch „Auto“. Es fährt sich wunderbar bequem und macht richtig viel Spaß! Die Bienen sind gut an ihrem neuen Standort angekommen und sammeln schon fleißig Nektar und Pollen 🙂
Vielen Dank an Bolle Bonn dafür!

Mit Bolle den Glaube an die Menschheit zurückerlangt!

Ich hatte den roten Anhänger (Bolle) ausgeliehen um einen 2,70 m langen Weihnachtsbaum nach hause zu bringen, Getränke einzukaufen etc. Bei einer der Fahrten hatte ich mit einigem Gewicht die steigung der Kennedybrücke zu überwinden. Das ging relativ langsam vor sich, sodass ich währenddessen von anderen Radfahrern überholt wurde. Dann passierte es: plötzlich fiel das Treten leichter und ich dacht zuerst, ein mittelstarker Rückenwind hätte eingesetzt. Tatsächlich hatte jedoch eine Radfahrerin neben dem Anhänger abgebremst und schob kräftig mit, vom Fahrad aus, eine Hand am lenker, eine am Anhängeraufbau. Nach einigen metern fuhr sie wieder Ihrer wege, aber jemand anderes schob weiter an. Bald war ich oben angelangt und guter Dinge! Vielleicht kann der Anhänger ja doch mehr als Lasten von A nach B bringen?

Mit Boll-E zum UN-Tag am 20. Oktober 2018

Die Leitstelle Klimaschutz und das Lokale Agenda-Büro waren mit einem Info- und Aktionsstand beim UN-Tag auf dem Bonner Marktplatz vertreten. Beide Einrichtungen gehören zum Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda der Stadt Bonn. Klar, dass uns ein möglichst umweltschonender Transport unserer Materialien am Herzen liegt. Vom Stadthaus zum Rathaus mit dem Auto? Das ergibt keinen Sinn. Mit Boll-E brachten wir unsere Möbel, Roll-ups etc. auf den Marktplatz. Zugegeben, das dauerte insgesamt etwas länger als mit dem Auto, weil wir zwei Touren machen und gut überlegen mussten, wie wir Bildschirm und Co. sicher für den Transport über das Kopfsteinpflaster packen. Aber dafür ging es dann – unserem großen Aufzug sei Dank – auf direktem Wege vom Stadthaus-Schreibtisch bis ins Marktplatz-Zelt, statt erst von einer Transportkarre aufs Auto umladen zu müssen. Danke ans Bolle-Team für diese Möglichkeit, das machen wir sicher wieder! (Fotos: Stadt Bonn/Sascha Förster)

Bonny bei der ADFC-Bike-Night

Am Samstag, den 08.09.2018 war Bonny bei der Bike-Night des ADFC Bonn mit dabei. Bonny hat sich gut für den Transport der vielen großen und schweren Sachen für den Stand auf den Münsterplatz geeignet.
Aber auch auf der Fahrt der Kinder und auch der anschließenden Demo der Erwachsenen durch die Bonner Innenstadt war Bonny mit dabei.
Zuletzt wurde Bonny für den Rücktransport der Ausrüstung des ADFC benutzt.
Es hat viel Spaß gemacht, mit Bonny zu fahren. Am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürftig mit den langen Radstand von Bonny umzugehen. Doch nach einer kurzen Probefahrt ging es ziemlich schnell, Bonny richtig zu beherrschen. Nur auf Kopfsteinpflaster und bei langsamen Fahrten bereitet das Lastenräder später noch leichte Probleme. Aber ich denke, auch da kann man sich gut dran gewöhnen, wenn man Bonny über längere Zeit nutzt. Allerdings könnten an Transportkorb noch ein paar mehr Ösen befestigt sein, um Spanngurte daran zu befestigen, damit man die Ladung besser sichern kann.

Für Klimaschutz und auf den Venusberg: nachhaltige Mobilität zum ausprobieren

„From Bonn to Katowice and beyond — Youth Empowerment and Climate Change“ so lautet der Titel eines Seminars für deutsche und polnische Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren, das aktuell vom Verein zur Förderung politischen Handelns (v.f.h.) in Bonn veranstaltet wird. Kurzfristig war ich eingeladen worden, dort die Kaffeefahrt vom Juni als praktisches Beispiel für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität vorzustellen im Rahmen des Formats „World Café“.
Zugesagt hatte ich unter zwei Bedingungen
1. „Ihr bucht das Lastenrad dann auch für den Tag, dann bringe ich es vorbei“
2. Wir reden nicht nur – wir fahren auch. D.h. alle Jugendlichen die mögen drüfen probefahren.
Das „vorbeibringen“ war dann der mühsamste Teil, denn die Jugendherberge ist oben auf dem Venusberg, und Bonnie hat keinen E-Motor.
Aber es hat sich gelohnt, die Gespräche in drei sich abwechselnden Kleingruppen waren spannend, neben Lastenrädern ging es z.B. auch um Bikesharing – Bonn wartet noch auf den Start von nextbike, in Polen sind sie bereits in zahlreichen Städten vertreten – und um Kampagnen wie Stadtradeln.
Highlight war aber eindeutig das probefahren, fast alle Teilnehmer*innen haben das Rad getestet – z.T. im Korb statt auf dem Sattel, da es nicht auf öffentliche Wege ging haben wir da mal ein Auge zugedrückt 😉
Woran man sich am meisten gewöhnen muß hatte keiner erwartet: dass man das Vorderrad nicht sieht! Ich weiss nicht, was die Jugendlichen aus den Diskussionen zu Klimaschuz mitnehmen werden – aber dass sich die meisten an das ganz neue Fahrgefühl auf dem Lastenrad erinnern werden, da bin ich ziemlich sicher…

Ein tolles Paar: freie Lastenräder + Foodsharing

Zur Klimakonferenz COP23 hatte ich Bolle ausgeliehen und danach direkt an eine Ehrenamtliche von Foodsharing übergeben, die damit am Konferenzende zum Lebensmittel retten fuhr. Da wurde mir mir klar: freie Lastenräder und Foodsharing, das ist eigentlich ein tolles Paar – denn oft gibt es so viele Lebensmittel zu retten, dass man sie gar nicht mit dem normalen Rad transportieren kann. Diesen Sommer habe ich mich daher entschieden aktiv bei Foodsharing mitzumachen. Die erste von drei „Einführungsabholungen“, die man als Neuling mit einem erfahreren Foodsaver machen muss, war dann direkt Ende Juli, gespendete Backwaren zur Critical Mass bringen – und Bolle war wieder dabei. Die dritte und letzte „EA“ war dann am Samstag mit Bonnie. Zwei „große“ Euroboxen 40x60x22 cm plus eine „halbe“ (40x30x22) plus Kühltasche kriege ich auf das Rad – und die brauchte ich auch, für jede Menge Obst, Gemüse und Salat, die sonst in die Tonne gewandert wären. Der erste Foodsharing-Einsatz mit Bonnie war also erfolgreich, und es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.
PS: Den Großteil der Lebensmittel habe ich dann zu einer Abgabestelle in eine Senioren-Einrichtung gebracht. Dort wurde mir klar, dass der Weg zum Supermarkt für viele ältere Menschen eine ganz andere Herausforderung ist, bzw. sehr viele gar nicht mehr in der Lage sind, das alleine zu schaffen. Für mich hat Foodsharing daher auch einen Mobilitäts-Bezug: man hilft Menschen, die nicht mehr mobil genug sind um selber einkaufen zu gehen!

Kleines Rad für große Tour: mit Radeln ohne Alter Richtung Berlin

Im Juni war ich als „Kaffeefahrt“ 300 km Amsterdam-Bonn mit einem (beladenen!) Lastenrad gefahren. Ich habe daher sehr großen Respekt vor der aktuellen Tour der großartigen „Radeln ohne Alter“ Initiative. Normalweise machen hier Ehrenamtliche „Piloten“ Rikscha-Ausflüge mit Senioren , für das „Recht auf Wind im Haar“. Mittwoch startete nun eine ganz andere Tour: Unter #RoABonnBerlin geht es auf dem Radweg der deutschen Einheit nach Berlin, über 1000 km, 24 Städte, 7 Bundesländer, in 4 Wochen. Ankunft zum Tag der deutschen Einheit. Am Mittwoch ging es erstmal mit 6 Rikschas und 12 Senioren am Rhein entlang nach Mehlem, von dort über Bad Breisig und Namedy nach Plaidt. Ich bin mit Bonnie als „Proviantrad“ bis Bad Breisig mitgefahren, und von dort leer auf der der anderen Rheinseite zurück nach Beuel. Ich werde die Tour auf jeden Fall auf twitter, instagram und facebook weiter verfolgen, die Route findet man auf der Homepage https://radelnohnealter.de/roabonnberlin/
PS: ich bin immer begeistert davon, dass ich mit Bonnie leer fast so schnell wie mit meinem normalen Rad fahren kann. Highlight der Rückfahrt war daher, per Lastenrad zahlreiche Ausflugsradler zu überholen und ihnen davon zu fahren 😉