Ankunft der Bonner #Schokofahrt vor dem Alten Rathaus in Bonn. Foto: Meike Böschemeyer

128 kg leckerste Schokolade haben die Radlerinnen und Radler der Bonner #Schokofahrt per Rad und Lastenrad von Amsterdam nach Bonn transportiert. Am Dienstagabend, 9. Oktober, trafen sie ein.

Die Schokolade kann – solange der Vorrat reicht – beim Bonner Weltladen und bei Bergfeld’s gekauft werden. Start des Verkaufs ist am Samstag, 13.10.2018, um 11 Uhr im Bonner Weltladen.


Was ist die #Schokofahrt?

Die #Schokofahrt ist eine dezentral organisierte, private Fahrradtour für den emissionsfreien Transport von Schokolade. Die Kakaobohnen für die Schokolade wurden unter biologischen, nachhaltigen und fairen Bedingungen in der Dominikanischen Republik angebaut, geerntet und gehandelt. Den Weg aus der Karibik nach Europa haben sie mit dem Segelschiff „Tres Hombres“ zurückgelegt – also emissionsfrei. In den Niederlanden wird aus den Bohnen feinste Schokolade gemacht. Da liegt es nahe, dass die fertige Schokolade auch emissionsfrei aus den Niederlanden nach Deutschland weitertransportiert wird. Das geht am besten mit Lastenrädern. Und weil‘s zusammen mehr Spaß macht, schließen sich die RadlerInnen einer oder mehrerer Städte zu Gruppen zusammen – als #Schokofahrt. Die Idee stammt aus Münster und verbreitet sich immer weiter in andere Städte. Zweimal im Jahr – um Ostern und im Oktober – findet die #Schokofahrt statt.

Die Bonner #Schokofahrt

Am 3. Oktober 2018 machte sich zum ersten Mal eine Gruppe Radlerinnen und Radler aus Bonn, Bornheim und Niederkassel auf den Weg nach Amsterdam. Das Ziel: rund 128 Kilogramm fair produzierte und bis dorthin schon klimaneutral transportierte Schokolade abzuholen. Zwischenstationen waren Mönchengladbach und Nijmegen. Am 5. Oktober traf die Gruppe in Amsterdam ein. Am 6. Oktober beluden die Radlerinnen und Radler ihre Lasten- und Trekkingräder und machten sich am 7. Oktober auf den Rückweg nach Bonn. Ankunft war dann, nach ca. 600 km, am 9. Oktober abends beim Alten Rathaus, wo sie herzlich von den Fans der #Schokofahrt empfangen wurden.

Unterwegs

Begleitet wurde die Bonner Gruppe von ganz viel Sonne und Spaß. Ab Mönchengladbach fuhr sie gemeinsam mit der dortigen Gruppe. Eindrucksvoll beim Treffen am 7. Oktober vor den Chocolatemakers in Amsterdam die bunte Menge der FahrerInnen, Lastenräder und vertretenen Städte, eindrucksvoll die Ansprache der Rad-Bürgermeisterin aus Amsterdam. Spannend die Einblicke in die Schokoladenproduktion. Amsterdam ist eine geniale Stadt für RadfahrerInnen. Breite Fahrradstraßen, auf denen Autos nur „zu Gast“ sind. Aber auch gewöhnungsbedürftig, mit vielen schnellen RadlerInnen und Scootern auf den Wegen. Die Unterkunft in Amsterdam war in einem Archiv der niederländischen Anti-AKW-Bewegung. Das Gebäude war mal Krankenhaus, stand dann leer, wurde besetzt und schließlich wurde die alternative Nutzung legalisiert. So fand die Bonner Schoko-Gruppe mitten im Amsterdam trockene Plätze, Duschen, Küche und viel Anti-AKW-Geschichte. Auf der Rückfahrt: mehr Last und schöne Begegnungen, wenn wir mit unseren Rädern Pause machten. Eine schokoliebende italienische Eisdiele in Süchteln nahm spontan die ersten Pakete ab. Es gibt so wenig gute Schokolade hier, war der Kommentar.

Informationen zu dieser und zur nächsten Schokofahrt gibt es zum Beispiel bei der Critical Mass in Bonn jeden letzten Freitag im Monat ab 18 Uhr im Hofgarten, bei post@bolle-bonn.de und auf www.schokofahrt.de.

Mehr Fotos hier, demnächst auch auf dieser Seite.