Uli schreibt:

Zur Klimakonferenz COP23 hatte ich Bolle ausgeliehen und danach direkt an eine Ehrenamtliche von Foodsharing übergeben, die damit am Konferenzende zum Lebensmittel retten fuhr. Da wurde mir mir klar: freie Lastenräder und Foodsharing, das ist eigentlich ein tolles Paar – denn oft gibt es so viele Lebensmittel zu retten, dass man sie gar nicht mit dem normalen Rad transportieren kann. Diesen Sommer habe ich mich daher entschieden aktiv bei Foodsharing mitzumachen. Die erste von drei „Einführungsabholungen“, die man als Neuling mit einem erfahreren Foodsaver machen muss, war dann direkt Ende Juli, gespendete Backwaren zur Critical Mass bringen – und Bolle war wieder dabei. Die dritte und letzte „EA“ war dann am Samstag mit Bonnie. Zwei „große“ Euroboxen 40x60x22 cm plus eine „halbe“ (40x30x22) plus Kühltasche kriege ich auf das Rad – und die brauchte ich auch, für jede Menge Obst, Gemüse und Salat, die sonst in die Tonne gewandert wären. Der erste Foodsharing-Einsatz mit Bonnie war also erfolgreich, und es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.
PS: Den Großteil der Lebensmittel habe ich dann zu einer Abgabestelle in eine Senioren-Einrichtung gebracht. Dort wurde mir klar, dass der Weg zum Supermarkt für viele ältere Menschen eine ganz andere Herausforderung ist, bzw. sehr viele gar nicht mehr in der Lage sind, das alleine zu schaffen. Für mich hat Foodsharing daher auch einen Mobilitäts-Bezug: man hilft Menschen, die nicht mehr mobil genug sind um selber einkaufen zu gehen!