Holger schreibt:

Es gibt eine Straße in Bonn, die E-Carla nicht schafft. Und die habe ich bei meiner Premiere blind gefunden. Verlass Dich nicht auf Google Maps, sondern benutze Dein Hirn. Denn der kürzeste Weg ist nicht immer der beste. Vor allem nicht für Flachlandtiroler wie mich. Aber der Reihe nach: Zwei Betten, jeweils flache schlichte Holz-Gestelle und ein Lattenrost. Die Füße von den Betten ließen sich abschrauben. Dass die Lattenroste überwiegend aus Metall waren, ließ sich auf dem Foto der Ebay-Kleinanzeige so einfach nicht erkennen. Schätze, einen Zentner wogen die schon. Jeweils! (Jüngere Leute jetzt bitte Zentner googeln). Das Verstauen auf der Ladefläche mit sechs kräftigen Spann-Gurten und nochmal so vielen kleinen Spanngurten dauerte sicherlich eine Stunde. Schließlich sollten 11,1 km bergab sicher überstanden werden. Dann ging es in einem Rutsch vom höchsten Punkt Bonn (jedenfalls gefühlt) runter in die Altstadt. Hoholz liegt wohl auch über 100 Meter hoch. Und statt wie auf dem problemlosen Rückweg die sanft ansteigende beziehungsweise sanft abfallende Pützchen’s Chaussee zu nehmen, folgte ich auf dem Hinweg die Stimme von Frau Google. Fehler. War wie gesagt kürzer. Aber fahre nie über die „Hauptstraße“ nach Hoholz hoch. Das Straßenschild sagt 11% Steigung. Das ist gelogen. Mindestens 12. Garantiert! Jedenfalls machte, in der bei Radrennfahrern berüchtigten Hölle von Rohleber, der Motor (und auch ich ) schlapp und ich musste absteigen. Das Schieben bergauf gelang nur mit der Motorunterstützung, die glücklicherweise auch beim Schieben mit Extra Hebel angeschmissen werden kann. Verspätet, verschwitzt und leicht gedemütigt erreichte ich dennoch das Ziel. Aber was soll’s, wer seinen Hänger liebt, der schiebt!

Bis auf diesen kleinen Hänger mit dem Hänger ist das Fazit durchweg positiv: E-Carla Bolle ist super. Hat zuverlässig geschoben. Und richtig Tempo gemacht. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit möchte Mann gar nicht mehr anders fahren.

Empfehle allen, sich mit dem sicheren Verstauen der Ladung viel Zeit zu nehmen und vorher schlau zu machen. Dann lassen sich auch scheinbar unmöglich große Sachen damit transportieren.

Gernervt hat mich nur das fiepende Geräusch des Motors unter Last. Parken und rangieren des Gespanns finde ich auch nicht so einfach. Sonst, wie gesagt, alles super. Transport auch ohne Auto – super Gefühl!