Gerhard schreibt:

Meine alte Vespa musste ich zum Zweiradmechaniker bringen, was in meinem Fall „quer durch Bonn“ bedeutet: von der Südstadt nach Graurheindorf. Auf die Möglichkeit, Bolle auszuleihen bin ich eigentlich zufällig über das Internet gekommen als ich nach Transportmöglichkeiten suchte. Ich war natürlich sofort begeistert von der Idee und nachdem mir versichert wurde, dass die Vepa mit ihren ca. 100 kg kein Problem darstellen sollte habe ich gerne losgelegt. Für’s Verladen bin ich zum Glück in der Nachbarschaft auf ein Haus mit einer kleinen Rampe gestossen, so dass ich den Roller einigermaßen bequem einladen konnte (sonst wäre es alleine sicher unmöglich gewesen). Da mir klar war, dass ich mit dem schweren Hänger natürlich keine großen Steigungen nehmen kann, habe ich die Route sehr genau geplant – ich wollte natürlich Radwege nutzen, aber eher breite entlang der großen Verkehrsachsen. So ging es munter am Bahnhof vorbei zum nördlichen Vertreilerkreis und dann Richtung Kölnstraße. Klar: Der Bolle mit der Vespa war der Hingucker und auch die Autofahrer haben mir mehr als einmal sehr fair Platz und Vorfahrt gewährt. Kurz hinter der Josephshöhe wurde ich dann von dem Fahrer eines Transporters gebeten zu halten. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer, der sich als „Pane“ vorstellte, den Bolle sehr genau kennt: Er betreut ihn nämlich technisch und hat ihn quasi gebaut. Nach einigen Tips zum Bolle aus erster Hand (nächstes mal für so etwas den Boll.e nehmen!) bin ich weitergeradelt zum Zweiradmechaniker meines Vertrauens, der sich natürlich auch voll für den Bolle begeistern konnte. Insgesamt war das ob der großen Last schon eine sportliche Angelegenheit – das habe ich erst so richtig wahrgenommen, als ich mit leerem Bolle wieder zurück geradelt bin.